Geschwindigkeit.at News Edge Computing: Was ist das und wie verändert es die Zukunft des Internets

Edge Computing: Was ist das und wie verändert es die Zukunft des Internets

Kennen Sie Edge Computing? Es handelt sich um eine Methode zur Datenverarbeitung, die Rechenleistung näher an die Datenquelle verlagert. Dadurch werden Verzögerungen erheblich reduziert und schnellere Entscheidungen in Echtzeit ermöglicht. Diese Technologie wird für IoT, autonome Fahrzeuge oder Smart Cities entscheidend und verändert nach und nach das Internet, wie wir es kennen. Was bedeutet Edge Computing alles und wie wird es unsere Zukunft beeinflussen?

Edge Computing: Was ist das und wie verändert es die Zukunft des Internets

Was ist Edge Computing?

Stellen Sie sich vor, Sie gehen schnell einkaufen. Entweder können Sie zum großen Hypermarkt am Stadtrand fahren oder gleich um die Ecke ein paar Kleinigkeiten im Selbstbedienungsladen holen. Was wählen Sie? 

Ähnlichen Entscheidungen stehen Ihre Technologien täglich gegenüber, und Edge Computing ist wie der kleine Selbstbedienungsladen. Anstatt Informationen traditionell an entfernte Datenzentren zu senden, erfolgt die Verarbeitung direkt in den Geräten, die die Daten erzeugen, oder in ihrer unmittelbaren Nähe. 

Typische Geräte für Edge Computing sind z.B. industrielle Gateways (Edge Gateways), intelligente Sensoren, Kamerasysteme mit integrierter KI oder auch gewöhnliche Smartphones und Fahrzeugeinheiten mit Chips, die neuronale Netze ausführen können.

Warum entstand überhaupt der Bedarf an Edge Computing?

Der enorme Anstieg der erzeugten Datenmenge hat dazu geführt, dass herkömmliche Cloud-Infrastrukturen an ihre Grenzen stoßen. Die Verarbeitung aller Daten in entfernten Datenzentren bedeutet höhere Latenz, größere Energieaufwendungen und unnötige Kosten. Edge Computing reagiert auf diese Herausforderungen, indem es die Datenübertragung minimiert und die Verarbeitung beschleunigt.

Zum Beispiel können Sicherheitskameras Videodaten selbst auswerten und sofort vor einer potenziellen Bedrohung warnen, ohne das Video an einen entfernten Server senden zu müssen. Ähnlich funktionieren intelligente Sensoren in Industrieanlagen, die Informationen direkt vor Ort auswerten.

Was sind die Hauptvorteile?

Wie bereits mehrfach angedeutet, liegt der Hauptvorteil der Datenverarbeitung mittels Edge Computing in der drastischen Reduzierung der Verzögerung zwischen Aktion und Reaktion. Während eine klassische Cloud-Lösung eine Latenz von Dutzenden bis zu Hunderten von Millisekunden haben kann, bietet Edge Computing eine Reaktion im Bereich von 1–20 ms – was zum Beispiel für autonomes Fahren oder chirurgische Roboter entscheidend ist.

Da die Daten in der Nähe der Quelle verbleiben, bleiben sie auch sicherer. Wenn sie nicht über das Internet übertragen werden müssen, wird das Risiko minimiert, dass sensible Informationen missbraucht oder abgefangen werden. Damit verbunden sind auch geringere Kosten, nicht nur im Bereich der Sicherheit, sondern auch beim Transfer und der Speicherung von Informationen. Für Unternehmen bedeutet das eine größere Effizienz und attraktiveren Gewinn.

Es ist Ihnen sicher schon einmal passiert, dass eines Ihrer Geräte nicht mehr funktioniert hat, weil es das Signal verloren hat. Das passiert mit Edge Computing nicht, da es den Betrieb von Systemen auch ohne ständige Internetverbindung ermöglicht. Technologien gewinnen somit an Stabilität und sind weniger anfällig gegenüber Ausfällen.

Und was sind die Risiken?

Nichts ist nur rosig, und so sind auch mit Edge Computing bestimmte Risiken verbunden. Die dezentrale Natur des Systems erschwert beispielsweise das Management und die Wartung, da die Infrastruktur über verschiedene Standorte verteilt ist. Potenzielle Nachteile betreffen auch die Sicherheit – das Risiko von Datenlecks bei der Übertragung ist zwar geringer, aber andererseits sind lokale Geräte einem höheren Risiko physischen oder Cyberangriffen ausgesetzt. 

Ein weiteres Hindernis kann das Fehlen universeller Standards darstellen, was oft zu Kompatibilitätsproblemen zwischen den einzelnen Geräten führt. Infolgedessen kann es problematisch sein, sie in bestehende Systeme zu integrieren. Darüber hinaus ist zu beachten, dass Geräte, die Edge Computing nutzen, eine begrenzte Leistungsfähigkeit und Speicherkapazität haben, was ihre Fähigkeit zur Verarbeitung großer Datenmengen oder zur Bewältigung anspruchsvollerer Aufgaben einschränken kann.

Wo wird Edge Computing in der Praxis eingesetzt?

Edge Computing ist längst kein futuristisches Konzept mehr, sondern eine Technologie, die jeden Tag die Welt um uns herum verändert. Es hilft intelligenten Städten, den Verkehr zu steuern, sodass Ampeln sofort auf den aktuellen Verkehr reagieren und Straßenbeleuchtung sich automatisch an die Situation auf der Straße anpasst. 

Wie bereits erwähnt, ist es auch unverzichtbarer Helfer autonomer Fahrzeuge, indem es ihnen ermöglicht, das Geschehen in der Umgebung im Bruchteil einer Sekunde zu analysieren, damit sie sicher auf jede Änderung reagieren können. 

Und es bringt auch eine Revolution in das Gesundheitswesen. Intelligente medizinische Geräte können den Zustand des Patienten in Echtzeit überwachen, was schnellere Hilfe und effektivere Behandlung ermöglicht. Auch Fertigungsmaschinen in der Industrie können dank Edge Computing Entscheidungen eigenständig treffen, ohne auf Anweisungen aus entfernten Datenzentren warten zu müssen.

Wie beeinflusst Edge Computing die Zukunft?

Schon jetzt ist klar, dass Edge Computing die Struktur des Internets schrittweise verändern wird. Edge Computing wird überall dort ein Schlüsselspieler sein, wo eine sofortige und zuverlässige Datenverarbeitung erforderlich ist. Und es spielt keine Rolle, ob es sich um Industrie, Gesundheitswesen, Verkehr oder unser tägliches Leben handelt.

Der Siegeszug von Edge Computing geht Hand in Hand mit der Implementierung von 5G-Netzen, der Entwicklung von künstlicher Intelligenz und dem explosionsartigen Wachstum von IoT-Geräten. Und gerade dank dieser Technologien wird erwartet, dass seine Rolle in Zukunft erheblich zunehmen wird. Laut der amerikanischen Forschungs- und Beratungsfirma Gartner werden bis 2025 bis zu 75 % aller Daten außerhalb traditioneller Datenzentren generiert und verarbeitet – nämlich auf der Ebene von Edge-Geräten. 

Es ist schlichtweg nicht nur eine technische Verbesserung, sondern das Aufkommen eines Internets, das schneller, intelligenter und an eine sich in Echtzeit ändernde Welt angepasst ist.

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